19. Blind Tasting Challenge Schottische Regionen

Mit soviel Spezialisten an Bord wird es Zeit, die schottischen Whisky Regionen zu erforschen. Diageo hatte einst eine Marketingaktion mit ihren “Classic Malts” gestartet und damit versucht, die Unterschiede der Regionen hervorzuheben. Douglas Laing hat eine Serie mit “Regional Malts”. Und auch andere Hersteller betonen die Regionen. Gibt es immer noch die klassischen Regionen und sind diese so leicht zu erkennen? Ich habe mein Panel bei der Blind Tasting Schottische Regionen mit der Aufgabe betraut, das herauszufinden. Einfach habe ich es ihnen natürlich nicht gestaltet, aber lies selbst.

Wie funktioniert mein Blind Tasting?

Wenn du schon länger Whisky trinkst, hast du sicher auch schon von den schottischen Whisky Regionen gehört. Diese wurden von der SWA (Scotch Whisky Association) und ihren Mitgliedern definiert (die Map der Regionen im Headerbild ist Copyright der SWA). Neben den “offiziellen” Regionen der SWA (Campbeltown, Highland, Islay, Lowland und Speyside) ergänze ich noch “Islands”. Kennt sich das Blind Tasting Panel mit den schottischen Whisky Regionen aus? Kennen sie die Unterschiede und können das Sample treffsicher einer Region zuordnen? Alle vier Whiskys sind normal erhältlich und kommen aus einer anderen Region. Mehr verrate ich aber nicht. Geschickt habe ich jedem je vier 5cl Sample, die mit Sample #1 – #4 nummeriert waren. Darüber hinaus gab es auch noch ein Sample mit New Make Spirit aus einer der vier Brennereien. Als Ergebnis wollte ich …

  • Aufgabe 1: Welcher Region ordnest Du den Whisky zu?
  • Aufgabe 2: Was hast Du im Glas (Typ, Stärke, Produkt)?
  • Aufgabe 3: Welcher gefällt Dir am Besten?
  • Aufgabe 4: Zu welchem der vier Whiskys gehört der New Make?

Dieses Projekt findet NICHT unter Laborbedingungen statt. Ich habe keine Gläser vorgegeben und auch sonst keine Vorgaben gemacht, WIE der/die Einzelne seinen Whisky zu verkosten hat.

Wer war im Blind Tasting Panel?

Die folgenden Blogger haben mitgemacht (in der Reihenfolge des Eingangs der Tasting Notes):

  • PM – Peter Moser (ich) – ohne Wertung, denn ich weiß ja was auf den Flaschen steht.

Auflösung – Welche schottischen Regionen waren es?

Die vier Whiskys kamen dieses Mal von unterschiedlichen Herstellern. Und diese vier waren es konkret:

  1. Benromach, 15yo, 43%, ca. 64.- EUR => SPEYSIDE
  2. Glenkinchie, 12yo, 43%, ca. 33.- EUR => LOWLANDS
  3. Bruichladdich, Classic Laddie, 50%, ca. 42.- EUR => ISLAY
  4. Arran, Quarter Cask, 56.2%, ca. 38.- EUR => ISLANDS
  5. New Make Spirit, Glenkinchie, 70%

Und was meinten meine Kollegen, welche schottischen Regionen sie im Glas hatten?

Blind Tasting Challenge Schottische Regionen

Wertung – welcher hat am Besten gefallen?

Die Details der Wertung findest Du bei den jeweiligen Proben. Hier nur noch die Zusammenfassung. Unter „Blended Malt“ habe ich alle Arten zusammengefasst, die rein aus Single Malts zusammengestellt werden und u.a. als „Pure Malt“ deklariert werden.

Favorit

Am besten ist der Classic Laddie angekommen. Der Arran hatte als vierter in der Reihe wohl genau so wenig Chancen sich durchzusetzen wie der Benromach als erster.

Favorit - Blind Tasting Challenge Schottische Regionen

Wertung

Bewertet wurden die Proben nach folgendem einfachen Schema und rein auf Basis des persönlichen Geschmackes:

+gefällt mir, würde ich mir kaufen (für diesen Max-Betrag)
ook, muss ich aber nicht haben
trifft nicht meinen Geschmack
Bewertung: Blind Tasting Challenge Schottische Regionen
Dieses Mal gab es nur eine einzige Negativwertung.

Sample #1

Stärke und Produkt?

  • TW – Region: Lowlands; Produkt: Auchentoshan; Stärke: 46% Vol.; Typ: Single Malt Scotch; Wertung: + (50€)
  • JS – Islands, Single Malt, American Oak, 45,8%, Talisker Skye / o
  • BB – Campbeltown, 43%, Bourbon mit Sherry finish, 6-10jahre, Spirngbank 10? Bewertung: o
  • KD – Region: Islands; Stärke: 46%; Produkt: ? Bewertung: –
  • CL – Islay, Bunnahabhain 12 Jahre (46,3%), Bewertung: o
  • JH – Netter Einsteiger, mit etwas Tiefgang + (30€) Highlands Virgin Oak 44%
  • MS – Campbeltown, Single Malt, 46%, Kilkerran 12, + (40 EUR)
  • WG – Tipp: Dalmore 12, 40%, HIGHLANDS, Bewertung: o
  • FL – (+ 35€), Campbeltown, Light peated Single Malt Whisky, 46%, Springbank 10yo
  • FL – Campbeltown, + / 50€, 46%, Springbank 10

Tasting Notes

  • PM // Nase: Leichter Torf und Zitrone. Ein wenig Graphit wie von einem Bleistift. Karamelldessert. / Geschmack: Ausgewogen und rund mit Torf und Vanille mit einem Zitruskick. Mango und Ananas. / Abgang: Weich und rund mit Torf und Frucht. Würzig. / Wertung: +
  • TW // Schmeichelnd, angenehme Trinkstärke mit schöner heller Frucht, aber auch weißem Pfeffer und etwas Honig. Leider schwächelt der Abgang sehr. Hat mich an meinen ex-Bourbon Auchentoshan 1998 von Signatory erinnert, auch wenn hier sicher auch etwas Sherry mit dabei ist.
  • JS // Geruch: Vanille, Zitrusaromen, maritim, leichter Rauch / Geschmack: Pfeffriger Antritt, Orange, Rauch / mittellanger Abgang
  • BB // Dezenter Rauch Leicht jodig ….
  • KD // In der Nase… dezenter Rauch? Echt jetzt, gleich beim ersten Whisky? Ja, ein Hauch von Rauch, dazu Sherry-Einfluss, dunkle Früchte, etwas Gewürze, genau passend zur Jahreszeit. Am Gaumen leicht säuerlich zum Antritt mit überraschend spürbarem Alkohol und junger Spritzigkeit sowie relativ trockenen Sherrynoten. Im Abgang wieder der Alkohol, trockener Sherry und wieder eine leicht säuerliche Note sowie dezenter Rauch im Abgang…
  • CL // Angenehme Fruchtigkeit gepaart mit einem Hauch Rauch und etwas Salz, im Abgang frisch und süß. Ganz guter Stoff!
  • JH // Fruchtig, Honig, Vanille, satt, marmeladig (heller zuckriger Fruchtaufstrich), etwas Lakritz, Nadelholz und Harz, herbal, etwas modrig muffig, Tokajanoten, Hopfen / Fruchtig, etwas Wildhonig, viele herbale Noten, Kokosnusswasser, Birne, angebrannte Vanille, etwas Würze (mild), leichtes prickeln / Fruchtiger, eingekochte Früchte, minimal mentholig, etwas Eichenholz, leichte Trockenheit, etwas Würze / Netter Einsteiger, mit etwas Tiefgang
  • MS // Geruch erdig, etwas Moos, Apfelund etwas Zitrone. Dezente Torfnote Geschmack Gebäck, Beerenfrüchte, Rosinen. Etwas Pfirsich und Vanille. Abgang süß und sauer, der Rauch ist in den Hintergrund getreten.
  • WG // Der Würzige mit etwas Kräutern und dunklen Früchten. Im Geschmack leicht wässrig zu Beginn, aber gefühlt ein Sherryfass.
  • FL // Malzig süß, weich und leicht fruchtig im Geruch. Im Geschmack kommt dann überraschend ein leichter Rauch, der um das Malz wabert und etwas Bitterkeit und Zartbitterschokolade mitbringt. Nachhall ist leichter Lagerfeuerrauch, eine gewisse Öligkeit und süßes Malz.

Sample #2

Stärke und Produkt?

  • TW – Region: Highlands; Produkt: Loch Lomond; Stärke: 46% Vol.; Typ: Single Malt Scotch; Wertung: o
  • JS – Highlands, Single Malt, American Oak, 46%, Loch Lomond – Croftengea / o
  • BB – Speyside, 43-46%, Bourbon casks, Balvenie /craiggelachie /Glen whatever, ca 10 -12 Jahre, Bewertung: +
  • KD – Region: Speyside; Stärke: 40%; Produkt: keine Schätzung; Bewertung: + (30€)
  • CL – Speyside, Mortlach 14 (43,4%), Bewertung: o
  • JH – Bewertung: o Speyside Ex-Bourbon 42,5%
  • MS – Speyside, Single Malt, 40%, The Major’s Reserve, o
  • WG – Tipp: Springbank 10, 46%, CAMPBELTOWN, Bewertung: +
  • FL – (o), Lowlands, Single Malt Whisky, 43%, Evtl. Glenkinchie 12 [korrekte Region und korrektes Produkt!]
  • MaS – Speyside, + / 45€, 46%, Blended Malt, Scallywag

Tasting Notes

  • PM // Nase: Leicht und frisch. Frisch aufgeschnittener leicht säuerlicher Apfel. Birne. / Geschmack: Leicht, malzig, Porridge mit Apfel. Vanille und leichte Würze. Honig, Birne und Kräuter. / Abgang: Frisch mit einer leichten Mentholnote. / Wertung: o
  • TW // Angenehm süß, getreidig, Vanille, Tannenwald mit einem Abgang, der bleibt. Trotzdem sehr schwer einzuordnen. Ich schwanke zwischen Islands und Highlands aus dem ex-Bourbon Fass. Genauer, zwischen Tobermory und Loch Lomond. Entscheide mich aber für Erste Brennerei.
  • JS // Geruch: Erdig/Heu, Leder, leichter Rauch, leicht salzig / Geschmack: süß, cremig, Birne, maritim / mittellanger Abgang
  • BB // Honig, malzig leichte Würze/Eiche
  • KD // In der Nase zuerst Zitrusfrucht, dann Alkohol, Mango und Marille nebst dezenter Fruchtsüße. Am Gaumen weich und rund, sehr süß, wesentlich leichter als der erste Dram, mit ähnlicher Fruchkomposition wie in der Nase. Im Abgang wiederum weich, rund, “saftig” mit den gleichen leichten Früchten. Könnte vielleicht ein paar % mehr vertragen, ansonsten ein sehr gefälliger, fruchtiger “daily dram”.
  • CL // Sehr markantes, fleischig-würziges Aroma, dazu etwas Sherry. Muss man mögen, ich überlege noch.
  • JH // Frisch, hell fruchtig, luftig, Apfel, Brausebonbons, Birne, minimal Holz, ein paar dunkle Früchte, minimaler Schwefel / Wässrig, hell fruchtig, leicht, Zitrone, leicht trocken (mehr werdend), milde Kaffeenoten, viel Birne / Mildes Holz, etwas Pfeffrigkeit, alte Früchte / Irgendwie einfach
  • MS // Geruch fruchtig mit Apfel und Birne, etwas malzig Geschmack weich, fruchtig, jung Abgang kurzer, fruchtiger Abgang
  • WG // In der Nase leichter Rauch, der aber im Geschmack schwindet, dafür ist er salzig und maritim, aber auch süß.
  • FL // Im Geruch intesive Würze mit Malz und etwas kräuterig und blumig. Im Geschmack würziges Malz, ebenfalls krautig. Der Abgang ist würzig, etwas Pfeffer und krautig frisch.

Sample #3

Stärke und Produkt?

  • TW – Region: Campbeltown; Produkt: Springbank; Stärke: 50% Vol.; Typ: Single Malt Scotch; Wertung: + (50€)
  • JS – Speyside, Single Malt, American Oak, 55%, Glen Moray / + (50)
  • BB – Islands/Highlands, Bourbon casks, 43-46%, Arran 10? Bewertung: o
  • KD – Region: Highlands; Stärke: 50%; Produkt: keine Schätzung; Bewertung: + (60€)
  • CL – Highlands , Loch Lomond Phebus Reserva Malbec (51,5%), Bewertung: + (bis 80 Euro)
  • JH – Bewertung: + (45€) Islands Sherrycaskfinish 48%
  • MS – Islay, Single Malt, 50%, Bruichladdich Islay Barley, + (50 EUR) [korrekte Region!]
  • WG – Tipp: Talisker Port Ruighe, 45,8%, ISLANDS, Bewertung: o
  • FL – (+ 40€), Islands? Single Malt, 40-43%, 10-12 Jahre, Old Pulteney
  • MaS – Islands, o / 30€ (sicherlich viel teurer), 50% Single Malt, ???

Tasting Notes

  • PM // Nase: Frisch mit grünen Äpfeln. Malzig. Espresso. Karamell und Honig. / Geschmack: Spritzig und leicht säuerlich. Dann Süße von Rohrzucker. / Abgang: Ein wenig bitter und leicht für 50%. / Wertung: o
  • TW // Schöne fruchtige und maritim-salzige Nase, ich bin mir nicht sicher, ob reines Bourbonfass oder ob ein Sherryfass dabei ist. Auf der Zunge angenehm kräftig mit Umami und Marillen. Ich denke, ich bin bei Springbank in Campbeltown.
  • JS // Geruch: Honig, Apfel/Birne, floral / Geschmack: süß, cremig, Apfel/Birne, Eiche / langer Abgang
  • BB // Süß, grasig fruchtig Honig, Leicht metallisch Malzig Im Abgang, Cremig seifig
  • KD // Schöne, schwer auseinanderzuhaltende Komplexität in der Nase. Etwas Alkohol trifft auf Him- und Brombeeren, weiße Schokolade und eine gut eingebundene Würzigkeit. Am Gaumen voluminös im Antritt, ölig und den Gaumen ausfüllend. Schöne Geschmackskontinuität zur Nase, sehr schönes Zusammenspiel. Im Abgang ölig, etwas pfeffrig, aber auch hier eine sehr schöne, lang anhaltende Fortführung von Nase und Gaumen. Wunderbar.
  • CL // Ich tippe auf eine Fassstärke (oder zumindest höhere Trinkstärke) mit Rotweinfass-Finish. Das ist eine Kombi, die sich schon auf dem Papier klasse anhört und tatsächlich klasse schmeckt: Dunkle Früchte, vollmundiges Weinaroma, etwas Eiche im Abgang. Prima!
  • JH // cremig, satt, weihnachtlich, Zimt, Keksteig, dunkle Früchte, Orangeat, Puderzucker, Marzipan, Malz, eingemottetes Obst / Weich samtig, sehr ausgeglichen fruchtig, helle und dunkle Früchte, Vanillecreme, satte Früchte, Pflaume, leichte Chiliwürze, Marzipan, Süße / warm und fruchtig mit etwas Holz. Immer wärmender, prickelnd auf den Lippen. / Ist da etwa subtiler Rauch? / Weihnachtswhisky
  • MS // Geruch fruchtig, Getreidenoten, etwas Bauernhof Geschmack Zitrone , Vanille, Honigmelone Abgang mittellang
  • WG // Der ist zunächst grasig, erdig, dann würzig und malzig mit leichter Ingwerschärfe.
  • FL // Nase ist leicht fruchtig – säuerlich. Salz kitzelt in der Nase. Am Gaumen geht es maritim zu, ordentliche Salzigkeit. Gewürze, weiches in Honig eingelegtes Obst. Etwas Trocken, was sich auch in den Abgang zieht. Sehr langanhaltend und süß mit maritimem Einschlag.

Sample #4

Stärke und Produkt?

  • TW – Region: Islands; Produkt: Arran; Stärke: 50+ % Vol.; Typ: Single Malt Scotch; Wertung: + (50€) [korrekte Region und Brennerei!! Prima!]
  • JS – Lowlands, Single Grain, American Oak, 55%, North British, ca. 20 yo / o
  • BB – Islay, 46%, Sherry oder weinfass finish, Bruichladdich. Bewertung: o
  • KD – Region: Lowland; Stärke: 52%; Produkt: keine Schätzung; Bewertung: o
  • CL – Islands, Scapa 16 (40%), Bewertung: o
  • JH – Bewertung: + (60€) Mein Favorit! Islay Portcask 52%
  • MS – Islands, Single Malt, 40%, Highland Park 12, + (30 EUR) [korrekte Region!]
  • WG – Tipp: Craigellachie 13, 46%, SPEYSIDE, Bewertung: +
  • FL – (o), Highlands, Grain Whisky, 43%, NAS, Loch Lomond
  • MaS – Highland, o / wahrscheinlich teuer. 75€, 56%, Single Malt, ???

Tasting Notes

  • PM // Nase: Hagelzucker und Vanille. Fruchtige Süße. Puderzucker über einem gedeckten Apfelkuchen. / Geschmack: Hmmm. Fruchtig und harmonisch ausgewogen. Eine sanfte Pfefferschärfe entwickelt sich langsam. / Abgang: Immer noch Süße und ein wenig Würze. / Wertung: +
  • TW // Schöne Bourbonfasslagerung würde ich sagen. Vanille mit Zitrusnoten und auch etwas Getreide. Die Nase ist sehr schmeichelhaft, am Gaumen aber schlägt der Malt mit voller Wucht zu. Ich tippe hier auf Fassstärke. Gefällt mir insgesamt wirklich gut, kommt halt auf den Preis an.
  • JS // Geruch: Korn, süß, Pfirsich, holzig / Geschmack: weich, würzig, süß, Pfirsich, Eiche
  • BB // Brot Sauerteig Roggen Gruener Apfel leicht Pfirsich Süß mild, leicht Ölig Orange
  • CL // Der hat gut Salz, muss also am Meer liegen … so zumindest meine laienhafte Vorstellung. Bei meiner ersten Verkostungsrunde fand ich ihn sogar fast unangenehm salzig. Beim zweiten Versuch ist es besser, weil auch etwas Süße und helle Fruchtigkeit mitkommet. Zumindest interessant.
  • JH // Hell, mild fruchtig, etwas blass, Zitrone, Fruchtigkeit entfaltet sich spät / Hell, unglaublich süß, viele helle Früchte, sehr trocken (der Mund zieht sich zusammen), Zitrone, angenehm luftiger Raum / Warm pfeffrig, Holzwürze, etwas Rauch, warmer Rauch, dunkle erstickte Frucht / Rauch und dunkle Früchte, that´s what I like
  • MS // Geruch Frisch, fruchtig, Zitrus, milder Rauch, Kräuter, Vanille Geschmack mild, etwas Süße, Nüsse, Karamell, Zimt Abgang mittellang und süss, dann Kräuter, würzig
  • WG // Süß und holzig, Vanille und Karamell, aber auch wachsig.
  • FL // Deutliche Süße von Schaumzuckerware und getrocknete Apfelringe im Geruch. Etwas Malzig, aber hauptsächlich Gerste. Vanille und Gerste dominieren den Geschmack mit getrockneten Apfelringen und etwas Ananas. Der Abgang ist fruchtig mit Cerealien.

Zuordnung New Make Spirit

  • TW: Region: Highlands Produkt: Loch Lomond Stärke: 63,5 Typ: Single Malt New Make Wertung: / Fazit: Könnte für mich am ehesten zum zweiten Sample, also Loch Lomond laut meiner Einschätzung passen. Spricht mich leider so gar nicht an, der New Make. [Korrekt!]
  • JS: Ich tendiere zur Nummer 4, wobei es mir von der Frucht her logisch erscheint, mir allerdings der typische Korngeruch etwas fehlt.
  • BB: zu #3, Kirsch Frucht Obstsalat Trester New make 65+%
  • KD: Zum vierten Whisky, wenn ich nach der auch hier vorhandenen Parfumnote in der Nase gehe, die über allen anderen Noten heraussticht. Die Textur ist ebenfalls sehr ähnlich.
  • CL: Sehr schwierig zu sagen! Ich schwanke zwischen #2 wegen des fleischigen Aromas und #4 wegen der Salzigkeit, beides finde ich auch im New Make. Ich muss mich entscheiden … ich sage #2. [Korrekt!]
  • JH: Nummer 3
  • MS: Im Abgang finde ich eine Verwandschaft zu #3
  • WG: Die Frage ist, was haben die Fässer mit den Whiskys gemacht und ist die Herkunft des New Makes überhaupt noch zurückzuverfolgen? Aber wir waren uns beide sofort einig, dass der New Make zu Nummer 2 gehören könnte. Spontane Eingebung aus Nase und Geschmack.
  • FL: New Make (dürfte um die 60-70 % haben). Welche Nummer? 4
  • MaS: Das Rennen ist hier zwischen Nummer 3 und 4. Ich lege mich fest auf Nummer 3.

Fazit

Ich habe es den Kollegen mit der Blind Tasting Challenge Schottische Regionen nicht leicht gemacht, da ich keine typischen Vertreter ausgesucht habe. Und auch die Reihenfolge habe ich etwas gedreht. Meiner Meinung nach sind alle vier sehr schöne Whiskys, aber der Benromach hat an der ersten Position und der Arran an der letzten Position gefühlt zu viele Federn lassen müssen. Einige hatten den Arran sogar auf 40% eingeschätzt. Das ist für mich ein deutliches Zeichen, dass der Laddie vorher schon zu dominant war. Ich bin mir sicher: wenn die alle einzeln probiert werden, kommen zumindest der Benromach und der Arran besser weg. Mein Favorit aus dieser Gruppe war der Arran. Der hat mir – einzeln verkostet – am besten gefallen.

Die Challenge hat mich in meiner Meinung bestätigt und Klaus hat es in seinem Fazit sehr schön zusammengefasst: eine Regionzuordnung ist in der heutigen Zeit nicht mehr so einfach. Aber: einige haben auch richtig getippt und sogar mit richtiger Destillerie und Produkt! Super!

Und das meinten die Kollegen:

  • TW: Wieder eine schwere Nuss! Die Einteilung in die Regionen fällt mir oft überhaupt nicht leicht. Am besten hat mir das 3. Sample gefallen. Hier habe ich mich an den 12er Springbank CS erinnert gefühlt, bin mir aber auch nicht wirklich sicher. Ich bin gespannt auf die Auflösung und sage schon jetzt vielen Dank für die tolle Challenge!
  • BB: Gewinner ist Sample 2. Hat durch seine Klarheit und frische in dem Moment am meisten überzeugt. Gleich beim ersten könnte es auch Benromach/Speyside sein [das wäre 100% korrekt gewesen…]. Aber is echt knifflig. Wie sehr man doch am stochern ist. Schönes Tasting. Danke für die Mühen und bin gespannt.
  • KD: Mir gefällt ganz eindeutig die #3 am besten. Das ist der komplexeste Whisky, mit dem ich mich am längsten beschäftigen musste und der für mich sehr konsistent, rund und spannend wirkte. Ein sehr spannendes und schwieriges Tasting – besonders auch angesichts der Tatsache, dass heutzutage die Regionsgrenzen kaum mehr Relevanz haben. Es gibt nichtrauchige Islay-Whiskies, rauchige Lowlander (gut, Rauch gab es ganz, ganz früher überall), leichte Speysider und auch sonst alle möglichen und unmöglichen Kombinationen. Selten habe ich mir bei einer Blindverkostung so schwer getan wie bei dieser und ich habe bei einigen Whiskies gar keinen Zuordnungstipp. Ich bin sehr gespannt auf das Ergebnis!
  • CL: Sample #3 gefällt mir wegen des schönen Weinaromas am besten. Falls es doch was völlig anderes sein sollte, ist er trotzdem sehr lecker und mein Favorit
  • MS: #3 hat mir am besten gefallen. Vielen Dank für die Organisation und die schöne Zusammenstellung.
  • WG: Uns gefiel ganz spontan die Nummer 2 am besten. Vielleicht war es Tagesform, aber dieses maritime und süße war heute der Favorit. Alle Whiskys haben uns heute gut gefallen und das Extra mit dem New Make hat ebenfalls Spaß gemacht. Wir sind gespannt und haben das Kunststück hinbekommen, uns noch eine Minipfütze in jedem Sample zum Nachverkosten übrig zu lassen.
  • FL: Ich fand die Nummern 1 und 3 am Spannendsten, für mich hat Nummer 3 allerdings das Rennen dann gewonnen. Ich bin schon sehr gespannt, wie wir uns alle blamiert haben.
  • MaS: Welcher mir am besten gefallen hat? Ganz knappes Rennen zwischen Nummer 1 und Nummer 2. Die Entscheidung fällt zugunsten von Nummer 2 aus! Ein runder, feiner Whisky.

Danke allen fürs Mitmachen!
Vielen Dank an die Firmen Schlumberger, Diageo, Eggers & Franke und Kammer-Kirsch für die Flaschen!

Die restlichen Challenges könnt Ihr hier nachlesen