Nachbericht: Hanse Spirit 2016

Am letzten Wochenende fand in Hamburg die Hanse Spirit statt. Ich habe mich am Samstag umgesehen und auch einen kleinen Blick hinter die Kulissen geworfen.

Die diesjährige Messe fand wieder in den Hamburger Messehallen statt, aber dieses Mal in der größeren Halle B1 mit zwei Etagen. Auf 6.400 qm hatten die Besucher genügend Freiraum und trotzdem wurde es manches Mal eng, um an die Stände der ca. 65 Aussteller zu kommen. Die Stände waren gut besucht und die Stimmung sehr gut.

Historie der Hanse Spirit:

  • 2011 rund 737 Besucher & 38 Aussteller
  • 2012 rund 1.364 Besucher & 35 Aussteller
  • 2013 rund 2.000 Besucher & 40 Aussteller
  • 2014 rund 3.800 Besucher & 48 Austeller
  • 2015 rund 4.600 Besucher & 44 Austeller
  • 2016 rund 4.750 Besucher & 65 Austeller

19 Aussteller waren NEU auf der Messe und sechs waren wieder zurück gekommen. Aber auch viele bereits bekannte Aussteller waren da. Ich habe mir nur die Whisky-Fraktion angeschaut und habe mich gefreut die folgenden Aussteller zu finden:

  • Alba Import | www.albaimport.de
    Bei Alba gab es nicht nur die neue Wemyss Single Cask Edition als Preview zu probieren sondern auch viele weitere interessante Tropfen. Neben dem „New Make“ der Kingsbarns Distillery gab es auch die neue Verpackung von Wolfburn und ältere Fassproben (die noch keine 3 Jahre alt waren). Der neue Wolfburn, war aber noch nicht dabei, denn der wird die Tage erst abgefüllt. Natürlich war auch der Rest der Produkte: Armorik, A.D. Rattray, Hyde (Irisch), Kilchoman, The Maltman und The Whisky Trail.
  • BORCO Markenimport | www.borco.com
    Hier konnte man unter anderem Dalmore, Jura, Loch Lomond und Teeling (Irisch) probieren.
  • Bremer Sprirituosen Contor | www.bsc-online.de
    Beim BSC war nicht nur die neue Provenance Serie mit am Stand sondern das gesamte Portfolio von Douglas Laing (Old Particular, XOP, Big Peat, Rock Oyster, Scallywag, Timorous Beastie). Auch der neue Rock Oyster Cask Strength konnte schon probiert werden (Tasting: Rock Oyster Cask Strength). Auch die anderen Produkte sollten erwähnt werden: Writers Tears, Lost Distillery Company, Tomintoul, Togoschi Akashi, Paul John und Hunter Laing waren darunter.
  • Campari Deutschland | www.campari.de
    Campari vertreibt in Deutschland eine ganze Reihe interessanter Produkte, die man am Stand alle probieren konnte: Glen Grant, Monkey Shoulder, The Balvenie, Glenfiddich, Tullamore Dew (Irisch), Wild Turkey (USA) und The Girvan Patent Still (Grain).
  • DIAGEO Germany GmbH | www.diageo.com
    Diageo war mit einem kleinen aber sehr gut gefüllten Stand vertreten. Neben vielen der Standardabfüllungen waren auch der neue Dalwhinnie Winter’s Gold dabei. Im Regal mit etwas Entfernung waren auch die Flaschen der Special Releases (Diageo Special Releases 2015). Sehr spannende Abfüllungen.
  • NEU 2016 | Diversa Spezialitäten GmbH | www.diversa-spez.de
    Diversa ist unter anderem der deutsche Importeur für Bruichladdich, Bunnahabhain, Bushmills (Irisch), Deanston und Ledaig. Neben Octomore (Octomore 07.4 – mit Tasting Notes) war auch der 18-jährige Ledaig im Gepäck (Tasting: Tobermory 20yo und 2 Ledaig 18yo).
  • ZURÜCK 2016 | Destillerie Kammer-Kirsch | www.kammer-kirsch.de
    Kammer-Kirsch hat nicht nur eine eigene Destillerie sondern importiert auch die folgenden Produkte: Rest and be thankful, Arran, Glendronach, BenRiach, Tomintoul, Balblair, Old Pulteney, Deanston und Ledaig.
  • Mackmyra Deutschland | www.mackmyra.com
    Die schwedische Destillerie hat das gesamte Produktportfolio aufgefahren.
  • ZURÜCK 2016 | Moet Hennessy Deutschland | www.moet-hennessy.de
    Bei Moet gab es einige der Standard-Abfüllungen von Ardbeg und Glenmorangie. Auch der Milsean konnte am Stand probiert werden (Tasting: Glenmorangie Milsean – neue Private Edition). Schön, dass Moet nun auch wieder in Hamburg dabei ist.
  • Pernod Ricard | www.pernod-ricard.de
    Gewohnt schöner großer Stand mit der gesamten Palette: u.a. Aberlour, Jameson (Irisch), Longmorn, Scapa, Strathisla und Glenlivet.
  • NEU 2016 | Stauning Whisky | www.stauningwhisky.dk
    Die einzige dänische Destillerie hat es nach Hamburg geschafft. Schöne Überraschung.
  • whiskymax.com | www.whiskymax.com
    Bei Whiskymax haben vor allem die neuen Murray McDavid Serien meine Aufmerksamkeit erregt. Aus der Mission Gold Serie konnte ich sowohl den Bunnahabhain wie auch den Bowmore probieren. Das ist eine der wenigen Möglichkeiten auch mal solche nicht ganz günstigen Tropfen probieren zu können. Darüber hinaus gab es natürlich auch Dun Bheagan, Langatun (Schweiz), Spirit & Cask Range, Tamdhu und Tullibardine.

Aber auch die restlichen Stände waren interessant. Ich hatte nur nicht genügend Zeit, mir alle in Ruhe anzuschauen oder es war einfach zu voll an den Ständen, um in Ruhe ein Gespräch zu führen. Erst bei meiner letzten Runde kehrte ein wenig Ruhe ein und die Aussteller hatten etwas mehr Zeit zum Plaudern. Eine interessante Entdeckung war für mich Paul’s Prime. Auch hier habe ich mir ein paar Proben mitgenommen und bin schon sehr gespannt.

HanseSpirit_Wellness Es gab viele interessante Tastings (knapp 50 über die drei Tage verteilt; nicht nur Whisky). Unter anderem konnte man dort nicht nur neue Whiskys oder ganze Ranges einer Destillerie kennenlernen aber auch die ein oder andere Person aus dem Whisky-Business wie Julia Nourney (Spirituosen-Expertin, u.a. C2C Spirits Cup), Antony McCallum-Caron (Ian McLeods / Tamdhu, Glengoyne), Roisin Coleman (Ambassadorin Teeling), Detlef Sommer („Mr Säntis“), Jürgen Deibel (für Pernod Ricard), Timo Lambrecht (vom BSC), Dietmar Schulz (Alba Import) & Jacque Sutherland (Wemyss), Thomas Zilm (für Moet), Helmut Knöpfle (Campari / Glenfiddich, Balvenie) und Andy Bell (Arran). Die Tastings fanden in der zweiten Etage statt in der ausser dem Catering Service und den vier Tastingräumen nur sehr viel Platz war. Damit aber auch ruhig in den nach oben offenen Räumen.

Und sonst so? Das Kassensystem fand ich spannend. Sah aus wie ein Tablet mit einem kleinen Kästchen mit dem man EC-Zahlungen machen konnte. Die Warteschlangen waren meist schnell „abgearbeitet“ und die Garderobe lag dieses Mal hinter der Kasse und vor der Einlasskontrolle. An den Hallenwänden war der Ausstellerplan ausgehängt. Die Sitzecken sahen ganz gemütlich aus, zum Ausprobieren fehlte mir aber die Zeit. Bei einigen Ständen konnte man mit EC bezahlen ein Geldautomat war nicht in der Nähe.

Mir hat die Location gefallen. Ein paar mehr Aussteller hätten vermutlich noch Platz gehabt, aber so hatten die Menschenmassen mehr Platz und auch für die Sitzecken gab es mehr Raum. Schade fand ich, dass Beam Suntory nicht (mehr) vertreten war. Ich hätte mir mehr Zeit nehmen sollen, aber einige der Stände, denen ich nicht genügend Aufmerksamkeit geschenkt habe, werde ich in München noch ein Mal begegnen. Ich freue mich schon auf die nächste Hanse Spirit. Dann die Nummer 7 in 2017.

Hier ein paar Impressionen. Mehr findet Ihr auf der Webseite der Hanse Spirit oder auf Facebook.

Hanse Spirit 2016