SRT17 - Besuch bei der Glasgow Distillery

SRT17: Mein Besuch bei der Glasgow Distillery

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Seit meinem letzten Besuch 2015 hat sich viel getan. Die Erweiterung der Produktion ist in vollem Gange und das während des laufenden Betriebs. Die Mitarbeiterzahl wurde aufgestockt und die Office-Räume eingerichtet. Hektische Betriebsamkeit.

Destillerietour

Auf das Gelände der Glasgow Distillery kommt man nur mit Voranmeldung und durch ein bewachtes Tor. Ich bin angemeldet und Heather Findlay erwartet mich bereits. Eine richtige Destillerietour gibt es hier nicht, denn die Destillerie ist nicht öffentlich für Besucher zugänglich. Wenn man freundlich fragt oder hier ein Fass erworben hat, stehen die Chancen aber recht gut, dass man herumgeführt wird. Ich war bereits 2015 hier und bin überrascht, wie viel sich seitdem verändert hat. Damals haben sie gerade mit der Produktion begonnen. Und heute? Die erste Auffälligkeit sehe ich schon vor der Tür, denn alles ist voll mit Fässern und hinter dem Gebäude stehen jetzt zwei neue Malt Bins (Getreidebehälter mit Malz gefüllt).

Heather ist in ihrem Büro. Das war damals ein fast leerer Raum mit nur einem Schreibtisch. Jetzt stehen hier gleich mehrere davon. Überall herrscht hektisches Treiben. Heather erklärt mir, dass der hauseigene Gin Makkar sehr gut beim Publikum ankommt und aus diesem Grund hier so viel los ist. Die Nachfrage will befriedigt werden. Der Verkostungsraum ist noch nicht ganz fertig, aber neben den verschiedenen Varianten des Makkar Gins gibt es nun auch drei verschiedene New Make Spirits: unpeated, peated (seit 06/16) und triple distilled (seit 01/17). Heute wurden z.B. Matusalem, Amoroso und Amontillado Sherryfässer angeliefert. Aber auch mit PX und Virgin Oak Fässern wird neben den bewährten Bourbonfässern gearbeitet. In Kombination mit den verschiedenen Fasstypen ergeben die drei New Make Arten eine schöne Kombinationsfülle, und ich freue mich schon auf die verschiedenen Produkte, die daraus entstehen werden.

Ich vermisse die Fässer der Club 1770 Mitglieder, die beim letzten Mal noch direkt in der Produktionshalle gelagert wurden. Die sind bei Russels gleich nebenan eingelagert worden, erklärt mir Heather und lädt mich ein das Bonded Warehouse zu besuchen. Da sage ich nicht nein. Heather hat uns angemeldet und fährt uns die kurze Strecke mit dem Auto. Die Fässer wurden stehend auf Paletten gestapelt und mit den anderen Fässern der Glasgow Distillery eingelagert. In dem Warehouse werden auch Fässer der SMWS gelagert.

Die Distillerie wird gerade erweitert. Neben zwei Malt Bins, die außerhalb des Gebäudes errichtet wurden, werden auch gerade neue Fermenter aufgebaut. Und für Vodka eine neue iStill angeschafft. Überall stapeln sich Fässer, Plastikboxen mit Spirit und abgefüllte Gin Flaschen, fertig für den Versand. Man könnte auch sagen: "Der Laden brummt!"

Leider hat der ehemalige Head Distiller, Dr. Jack Mayo, die Glasgow Distillery verlassen und wird bei der neuen Hollyrood Distillery in Edinburgh den Aufbau vorantreiben. Aber die Prozesse sind gut eingeschliffen und alles läuft reibungslos.

Technische Details

Kapazität bisher

Wenn mit dem aktuellen Setup 24/7 gearbeitet werden würde, könnten 192.000 LPA erzeugt werden. Für den Anfang waren 70.000 LPA geplant. Seit Anfang März 2015 wird produziert und am 04.03.2015 wurde das erste Fass gefüllt. Was hat sich seitdem getan?

Ausstattung bisher

  • Mash Tun: 4.000 Liter
  • Wash Still „Tara“: 2.000 Liter
  • Spirit Still „Vari“: 1.300 Liter
  • Washbacks: 4x stainless steel mit je 5.900 Litern; Füllmenge 4.000 Liter. In diesen Washbacks kann die Fermentationstemperatur beeinflusst und kontrolliert werden.

Neu

Seit meinem letzten Besuch ist folgendes dazugekommen (Besuch bei der Glasgow Distillery, 2015):

  • Zwei Malt Bins (außerhalb des Gebäudes)
  • Neue Transportschnecke von den Malt Bins direkt in die Mashtun
  • Zwei neue Washbacks (Fermenter)
  • Eine neue iStill für Vodka und evtl. weitere Spirituosen

Demnächst

Hinter der Produktionshalle sollen demnächst zwei Lagerhäuser entstehen. In eines davon sollen dann auch die Clubfässer umziehen und so einen Besuch einfacher machen.

Fazit

Es hat Spass gemacht die vielen Veränderungen zu sehen. Auf die peated Abfüllungen in einem der Sherryfässer freue ich mich schon, aber das wird wohl noch ein wenig dauern. Vor allem der Besuch bei Russels war spannend, da ich noch in keinem Zollagerhaus außerhalb einer Destillerie war. Wer die Destillerie besuchen will, sollte sich vorher anmelden.

Die anderen Stationen meiner Reise (SRT17 = Schottland RoadTrip 2017) findet Ihr hier: Schottland Roadtrip 2017 – 20 Destillerietouren in 14 Tagen.

Bilder

Ein paar weitere Eindrücke meines Besuchs findet Ihr hier.

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