Tasting: Glenmorangie Bacalta – 8.te Private Edition

Glenmorangie stellt die achte Private Edition vor: den Bacalta. Offiziell vorgestellt wird die neue limitierte Edition heute Abend in München. Ich durfte schon probieren und verrate Euch, wie sie mir gefallen hat.

  • Glenmorangie, Bacalta, 8.te Private Edition, 46%, UVP 85.- EUR

Erst in ehemaligen Bourbonfässern und im Anschluss in eigens angefertigten Madeirafässern (Malmsey) gereift. Erhältlich ist er in Deutschland ab dem 1. Februar 2017 über Glenmorangieshop.de und im ausgewählten Fachhandel. Auf der Verpackung steht „Baked Malmsey Madeira Casks“ – klingt interessant.

Tasting Notes

Originale Notes

  • Farbe: Ein leichter Goldton.
  • Nase: Intensiv süßer Honig. Aromen von reifen Aprikosen und Met sowie mineralische Noten, gefolgt von weißer Schokolade. Die Zugabe von etwas Wasser bringt den typischen Rancio-Ton oxidierter Weine mit Noten von gebackenem Brot, Malzkeksen, Wiesenblumen und etwas Pfirsich-Crumble hervor.
  • Gaumen: Anfangs Minze-Toffee, gebackene Früchte mit karamellisierten Orangen
    und Aprikosen, viel Honig, Mandeln und Datteln.
  • Finish: Ein reichhaltiges, sirupsüßes Finish mit Marzipan, weißem Pfeffer und Honigmelone sowie karamellisierten Zitrusfrüchten und Birne, cremiges Fudge und faszinierenden Menthol- und Eukalyptusnoten im Hintergrund.

Meine Notes

Eines vorweg: meine Nase ist (erkältungs-technisch) noch nicht wieder ganz auf dem „Damm“, aber ich versuche mich trotzdem an einer ersten Einschätzung.

  • Nase: Interessante Mixtur. Sowohl Honig wie auch Aprikosen habe ich sehr deutlich vor meinem Auge. Vielleicht liegt es aber auch an der orange-roten Verpackung. Ein wenig weiße Trauben und auch einen Touch weißer Schokolade (also den milchigen süßen Ton). Eine insgesamt sehr schöne süße und fruchtige Nase.
  • Geschmack: Am Anfang erinnert er mich an den Bonbonladen (wie beim Milsean). Dann kommt Menthol. Orangen und Aprikosen.
  • Abgang: Eukalyptus, ein wenig Pfeffer und auch die Honigmelone kann ich finden. Insgesamt eher kurz und leicht. Im Hintergrund bleibt ein wenig von dem Menthol, das noch ein wenig länger bleibt.

Hmm, ich fürchte meine Sinnesorgane sind noch nicht voll einsatzfähig für eine ehrliche Bewertung. Eine Gegenprobe eines „normalen Speysiders“ zeigt mir aber, dass er auf jeden Fall eine gewisse Komplexität und einige interessante Aromen aufweist. Für die Fudge und Toffee-noten scheinen mir noch die Sinne zu fehlen.

Ich werde hier bei Gelegenheit ein Update machen…

Aber so viel ist sicher: Auf jeden Fall selber probieren, wenn Ihr die Möglichkeit habt!

Die Private Editions

Was steckt hinter der „Private Edition“ von Glenmorangie? Das haben alle die Whiskys der Private Edition gemeinsam: seltene und besonders interessante Whiskys in limitierter Auflage, die einmal jährlich mit einer neuen Abfüllung aufgelegt werden. Diese Whiskys werden erfahrungsgemäß zu begehrten Sammlerstücken. Und diese erschienen bisher in der Reihe:

  • Glenmorangie Milsean (ISC 2016 Gold Medaille),
  • Glenmorangie Tusáil (ISC Gold Medal 2015),
  • Glenmorangie Companta (San Francisco Spirit Awards Gold Medal 2014),
  • Glenmorangie Ealanta (IWSC 2013 und World Whisky of the Year in Jim Murray’s Whisky Bible 2014),
  • Glenmorangie Artein (IWSC Gold Medal 2013),
  • Glenmorangie Finealta (IWSC Gold Medal 2012) und
  • Glenmorangie Sonnalta PX (IWSC Gold Medal 2010) an.

Vielen Dank für die Probe an Glenmorangie!

Und wer noch mehr über Madeira und den Weg zum Whisky-Finish mit Madeira erfahren möchte: Madeira Wein – mehr als ein Whisky Finish. Dort wird nicht nur der Malvasia Wein (die süßeste Variante) sondern auch das Canteiro-Verfahren (mindestens zwei Jahre Fassreife) erklärt.

(Pressemitteilung, Glenmorangie)

Glenmorangie Bacalta strahlt sonnige Süße aus

Die achte Private Edition – vollendet in Madeira Fässern

Tain, Schottland / München, 31. Januar 2017. Die Sonnenwärme langer Sommertage prägt die jüngste Abfüllung der Private Edition: Glenmorangie Bacalta, gälisch für „gebacken“, ist in eigens angefertigten Malmsey Madeira-Fässern nachgereift und verkörpert seinen komplexen Charakter mit sonnengetrockneter Süße. Die Inspiration für diese, inzwischen achte Ausgabe der Private Edition entstand vor über 20 Jahren. Der Glenmorangie Madeira Finish war
seinerzeit der weltweit erste in Madeira-Fässern nachgereifte Whisky. Die Abfüllung begeistert Liebhaber bis heute und ist nach wie vor sehr gefragt. Grund genug, eine Edition mit Extrareifung in Madeira-Fässern neu aufzulegen. Aber nur die besten Fässer sind dafür geeignet – und selten vorhanden.

Die Erinnerung an diese Abfüllung ist Dr. Bill Lumsden, Direktor of Distilling, Whisky Creation and Whisky Stocks bei Glenmorangie stets präsent. Entschlossen, seine Vision der perfekten Extrareifung in Madeira-Fässern für die Private Edition zu verwirklichen, nutzte er alles Wissen der Destilliere. Eigens angefertigte amerikanische Weißeichenfässern stellten den Ausgangspunkt. Diese wurden stark geröstet, auf die portugiesische Insel verschifft und mit Malvasia Wein belegt. Diese süßeste und am meisten geschätzte Madeira Sorte reifte anschließend in der traditionellen Canteiro-Methode in der prallen Sonne. Anschließend wurden die Fässer entleert, zurück nach Schottland verschifft und mit speziell ausgewähltem Glenmorangie Single Malt befüllt, der zuvor in ehemaligen Bourbon-Fässern reifte. Die Malmsey Fässer verliehen dann dem Glenmorangie Bacalta das spezielle Aromenprofil sonnengetrockneter Süße.

Seit langem ist es mir ein Anliegen, den allerbesten Madeira-fassgereiften Whisky entstehen zu lassen,“ sagt Dr. Bill Lumsden. „Für dieses Ziel ist jedoch Zeit und Hingabe erforderlich. Jeder Schritt der Extrareifung ist maßgeschneidert – wie in der Haute Couture. Whiskyliebhaber werden die Wärme sonnengebackener Fässer im Glenmorangie Bacalta wiederfinden. Dazu Aromen reifer Aprikosen, weißer Schokolade und mineralische Noten, gefolgt von Minz-Toffee, gebackenen Früchten, Honig, Mandeln und Datteln. Ein reichhaltiges, sirupsüßes Finish mit Marzipan, weißem Pfeffer und Melone. Glenmorangie Bacalta ist der Ausbruch des Sonnenscheins im Glas.“

Die Extra-Reifung

Glenmorangie ist als Pionier für die Extrareifung von Single Malts bekannt. Im Jahr 1987 führte die Destilliere die Nachreifung in ehemalige Weinfässer ein. Dieses Verfahren ist in der gesamten Branche mittlerweile weit verbreitet, Whisky, gereift in ehemaligen Bourbonfässern wird noch ein weiteres Geschmacksprofil mit der Extra-Reifung in ehemaligen Weinfässern verliehen. Für den Glenmorangie Bacalta wurde diese Verfahren in jedem Schritt maßgeschneidert: Aus feinporigen, luftgetrockneten amerikanische Weißeichen wurden Fässer gebaut und stark geröstet, um die besten Aromen aus dem Holz zu gewinnen. Anschließend wurden diese mit ausgesuchtem Malmsey Madeira-Wein auf der gleichnamigen Insel befüllt und in der prallen Sonne nach Vorgaben von Dr. Bill Lumsden für zwei Jahre „gebacken“. Anschließend entleert und nach Schottland transportiert, befüllt mit ausgewählten Glenmorangie Single Malt und Extra-gereift. Der Single Malt stammte, wie üblich, aus ehemaligen Bourbonfässern.