Tasting: Ardbeg Twenty Something – jetzt kommt das 22-jährige Committee Release

Nach dem 21-jährigen in 2016 und dem 23-jährigen letztes Jahr, kommt demnächst der 22-jährige „Ardbeg Twenty Something“. Wie im NdW 39|18 berichtet, wird er ab dem 09.10.18 online oder bei den Embassies erhältlich sein. Ich habe heute eine Probe erhalten und freue mich schon darauf, diese zu verkosten. Ob er mir genau so gut gefällt wie der 23-jährige? Nun, günstiger ist er jedenfalls nicht geworden….

  • Ardbeg, Twenty Something, 22yo, ncf, 46.4%, UVP 480 490.- EUR

Zum Vergleich:

Hintergrundinfos

Aus der Pressemitteilung: ‚Ab dem 9. Oktober 2018 werden Whisky-Liebhaber die Gelegenheit haben, den dritten Release aus der limitierten Ardbeg Twenty Something-Reihe zu erleben. Der seltene, in ehemaligen Bourbon-Fässern gereifte 22jährige Single Malt ehrt alle Visionäre, die Ardbegs Geist in den dunklen Tagen der Destillerie am Leben erhielten. In einer Zeit, als der Name der berühmten Ardbeg Destillerie anfing in Vergessenheit zu geraten, entstand dieser rare, schottische Whisky.

In einer Phase der Ungewissheit der 1980er und 1990er Jahre, als die Brennblasen schon fast erloschen waren und die Zukunft der Destillerie in den Sternen stand, hatten junge Whisky-Enthusiasten einen Traum. Voller Hoffnung destillierten und legten sie einige Fässer zur Seite, um ihre Zuversicht an Ardbeg aufrechtzuerhalten. Unter ihnen auch ein junger Mickey Heads, heute Ardbegs Destillerie Manager. Er sagt: „Stolz, Hoffnung und eine Spur Idealismus – dies waren die wichtigsten Zutaten für diesen außergewöhnlichen Whisky.“ Gebrannt im Frühjahr 1996 in der Brennblase, die heute alle Besucher am Eingang der Destillerie empfängt und eine stolze Ikone der Insel Islay ist.

Nun, viel wird uns dieses Mal nicht verraten. Ich gehe mal davon aus, dass auch diese Fässer wie die anderen beiden Ausgaben aus Fässern stammen, die man von Pernod Ricard zurückgekauft hat. Aber ist das wichtig? Für mich nicht…. SCHMECKT ER? Das interessiert mich viel mehr.

Tasting Notes

Offizielle Notes

  • Farbe: Blasses Gold
  • Nase: Noten üppiger tropischer Früchte weichen Aromen von süßem Rauch, Ruß und Teer.
  • Gaumen: Frischer grüner Apfel mit Streuseln, im Anschluss Aromen von Pfefferminztee, feinem Vanille-Toffee, weißem Pfeffer, Nelken, Anis und Eukalyptusöl. Ein salzig-waldiges Finale.
  • Nachhall: Sehr lang mit einem delikaten, süß-rauchigem Finish.

Meine Notes

  • Nase: Leichter Rauch mit Ananas und tropischen Früchten. Maracuja und Passionsfrucht. In den Rauch mischen sich Minze und Menthol. Insgesamt eine sehr feine Nase, nicht so kräftig wie bei den jungen Wilden. Irgendwann kommen herbe Fruchtbonbons zum Vorschein und auch auf Vanille ist dabei. Und dann finde ich noch Gewürze.
  • Geschmack: Er nimmt den ganzen Mundraum ein. Leichte Pfeffernote. Grüner Apfel. Süße Bonbons mit Menthol. Karamellbonbons.
  • Abgang: Sehr würzige Noten, die Eiche nur sehr dezent. Menthol.

Fazit

Mir gefällt auch der 22-jährige sehr gut. Ein alter Ardbeg. Keiner von 1974 (das ist mein bisher ältester Ardbeg), aber trotzdem einen Tick anders als die jungen Wilden. Die 46% (46.4% um genau zu sein) stehen ihm ganz gut. Er überrascht mit tropischen Früchten und schön eingebundenem Rauch.

Der Preis hält mich davon ab, mir eine Flasche zu kaufen. Er ist sehr schön, aber für das Geld bekomme ich mehrere Flaschen anderer schöner Ardbegs. Ja, das habt Ihr schon mal gelesen, gilt für den 22-jährigen genauso wie für den 23-jährigen.

Danke an Moët Hennessy für die Probe! Der hat mir sehr gut gefallen.