Tasting: Highland Park Dark Origins vs. Odin

Immer noch gilt das Motto: mein Probenschrank muss leerer werden. Für heute habe ich mir zwei Highland Parks vorgenommen, die bereits schon länger  (oder auch schon nicht mehr) verfügbar sind. Mal sehen, wie ein NAS im Vergleich zu einem 16-Jährigen abschneidet.

  • Highland Park, Dark Origins, 46.8%, keine Altersangabe (NAS), ca. 67.- EUR
  • Highland Park, Odin, 16yo, 55.8%, 17.000/1.000 Flaschen für Deutschland, ca. 240.- EUR

Mir ist klar, dass der Vergleich alleine preislich evtl. ein wenig hinkt, aber einer meiner Lieblingswhiskys ist der 18-jährige. Auch der kostet teilweise bereits bis zu 100.- EUR und ist manchmal schwer zu bekommen. Odin ist durch seine Limitierung und als letzte Abfüllung aus der Reihe „Valhalla Collection“ noch schwerer und vor allem nicht günstig zu bekommen (aktuell ca. 420.- EUR). Mehr zu Odin und der Valhalla Collection findet Ihr hier: Highland Park Odin – Finale in der Valhalla Collection. Auch den Dark Origins hatte ich 2014 angekündigt: Highland Park Dark Origins – ab September verfügbar. Nun wird es endlich Zeit die beiden Proben, die mir Highland Park zur Verfügung gestellt hat, zu verkosten. Ich bin gespannt.

Tasting Notes Dark Origins

Offizielle Notes

  • Aroma: Sherry-Würze und reife Bananen, kombiniert mit gerösteten Haselnüssen und gebratenem Apfel
  • Geschmack: ausgeglichen – zunächst trockener Torf, der dann aber abklingt und Nuancen von Maraschinokirschen und warmer dunkler Schokolade zulässt
  • Nachklang: beständige süße Rauchigkeit

Meine Notes

  • Aroma: Sherry, Walnüsse und ein wenig speckiger Rauch. Würzig und süß. Zimt und Apfel. Ein wenig Vanille. Mit etwas Wasser kommt die Vanillenoten besser durch. Auch hier entdecke ich jetzt die Kirschen. Bananensplit.
  • Geschmack: Angenehmes Mundgefühl, Pfeffernote mit Tabak. Apfel mit Karamellnote. Torf. Schokolade.
  • Nachklang: Der Rauch hält an. Ein wenig wie nach einem Zug an einer Zigarre.

Tasting Notes Odin

Offizielle Notes

  • Aroma: Kraftvoll und würzig mit Aromen von Zimt und Muskatnuss, gefolgt von Noten gerösteter Wallnüsse und einer pulsierenden Rauchigkeit, der Erscheinung ODINS entsprechend.
  • Geschmack: Die gesamte Komplexität von ODINS Charakter findet sich im Geschmack wieder. Verschiedenste Rauchnoten und intensive Eiche werden von gerösteten Wallnüssen ergänzt.
  • Nachklang: Durch die feine Süße dringt das Aroma gut gelagerten Sherrys hervor. Noten von Pflaumen weichen dem torfigen, rauchigen Finale.

Meine Notes

  • Aroma: Süßer und fruchtiger als der Dark Origins. Der Rauch ist da. Am Anfang sehr kräftig an der Nase aber nach einiger Zeit wirkt er deutlicher sanfter.
  • Geschmack: Viel Kraft und Wucht. Kirsche mit Rauch. Auch mit Wasser bleibt die Kraft.
  • Nachklang: Rauchiger langer Abgang. Herbe Schokolade klingt nach.

Mehr über Highland Park

Highland Park ist eine von zwei Destillerien auf Orkney. Die zweite ist Scapa. Noch habe ich es leider nicht geschafft, HP zu besuchen. HP gehört zur Edrington Group.

Hier könnt Ihr einen virtuellen Rundgang machen: Google – HP von außen

Mehr auf der Website: Highland Park. Weitere Artikel zu Talisker auf FoSM.de.

Weitere Abfüllungen von Highland Park

Es gibt eine ganze Reihe von Abfüllungen. In den letzten Jahren gab es einige Kollektionen wie z.B. die o.g. Valhalla-, Warrior- oder die Duty Free (Wikinger-)Versionen Einar, Harald und Svein. Als Standardabfüllungen gibt es neben dem Dark Origins noch den 10yo, 12yo, 18yo, 21yo, 25yo, 30yo, 40yo. Es gab auch eine Zeit lang eine 16yo Abfüllung, diese ist aber aus dem Markt verschwunden. Ich habe von 12yo bis 25yo probiert und einer meiner Lieblingswhiskys ist seitdem der 18yo. Für mich persönlich ist das die optimale Reifezeit der Destillerie.

Fazit

Der Odin gefällt mir besser. Ein wenig mehr und etwas süßere Sherrynoten und ein wenig ausbalancierter ist er ebenfalls. Aber auch der Dark Origins ist ein angenehmer Malt. Für mich bleibt der 18yo trotzdem mein liebster Highland Park. Und wenn man Glück hat, bekommt man den für unwesentlich mehr Geld.