Tasting: Loch Lomond Single Grain – Twitter-Flashblog

Die Loch Lomond Distillery bringt einen neuen Single Grain Whisky auf den Markt und eine Reihe von Bloggern hat vorab probieren dürfen. Heute könnt Ihr auf Twitter (und weiteren Social Media Kanälen) unsere Tasting Notes finden, wenn Ihr nach dem Hashtag #LochLomond sucht. Hier sind meine Eindrücke.

Der Probe liegt ein kleiner Flyer des neuen Produkts bei. Eine schwarze Flasche mit rotem Label und schwarzem Karton. Also die Verpackung finde ich schon mal gelungen. Das Produkt selbst ist ein Single Grain Whisky. Im Gegensatz zum „normalen“ Grain, bedeutet Single Grain, dass nur eine Getreidesorte verwendet wurde. Loch Lomond ist noch konkreter mit der Angabe, denn es handelt sich um „malted barley“ (gemälzte Gerste) wie bei einem Single Malt.

Hergestellt wurde der Single Grain aber nicht in einer Potstill sondern in einer coffey still. Diese wurde erfunden von Aeneas Coffey und wird für das sogenannte kontinuierliche Brennverfahren genutzt. Dabei wird praktisch durchgängig Alkohol produziert.

Die Reifung erfolgte in amerikanischen Eichenfässern. Wie lange und wie oft diese Fässer schon benutzt wurden, wird nicht verraten. Verantwortlich für das Produkt ist der Master Distiller Michael Henry. Abgefüllt wurde mit 46%.

Und nun bin ich gespannt, ob das Werbeversprechen eingehalten werden kann: „This Single Grain is smooth, sweet with added complexity not usually found in a Single Grain.

Tasting Notes

Offizielle Notes

  • Nose: Fresh cut barley fields with a malty edge, biscuity with baked apples alongside gentle lemon peel.
  • Taste: Crisp and delicate. Pineapple juice and a lemon zestiness with a lovely vanilla sweetness at the end.
  • Finish: Gentle with soft fruits alongside a juicy sweetness.

Meine Notes

  • Nase: Sehr würzige Note. Am ehesten geht das für mich in Richtung Wachholder. Dann kommt aber die malzige, süße Note. Und auch von dem Biskuit mit fruchtigem Belag bekomme ich etwas ab. Der ist deutlich komplexer, als ich vermutet hätte. Ändert sich immer wieder. Zitrone ist deutlich dabei.
  • Geschmack: Leichte Pfeffernote mit Anklang von Vanille. Mit viel Phantasie finde ich auch den Ananassaft, aber da schwingen zwei Geschmackswelten in parallelen Universen für mich. Zum einen etwas leichtes und zartes und auf der anderen Seite eher die kräftige Pfeffernote.
  • Abgang: Angenehmer Abgang mit leichter Fruchtsüße.

Mehr über Loch Lomond

Die Loch Lomond Distillery liegt in der Nähe des gleichnamigen Sees in der Nähe von Glasgow. In Google Maps findet Ihr die von außen nicht unbedingt pitoreske Multifunktionshalle mit Kamin und könnt Euch ein wenig „umschauen“. Gegründet wurde die Destillerie 1814 – so steht es auf dem Flyer und der Flasche. Ingvar Ronde gibt als Gründungsjahr (der heutigen Destillerie) mit 1965 an, denn die Destillerie aus 1814 gab es nur für drei Jahre an anderer Stelle. Heute wird dort neben einer Coffey Still auch mit zwei Potstills und vier Stills mit „rectifying columns“ gearbeitet. Produziert werden ca. 4 Millionen LPA (Liter purer Alkohol). Grain wird hier seit 1993 hergestellt. Für Grain gibt es noch eine weitere Produktionsanlage mit weiteren 18 Millionen LPA.

Weitere Produkte

Loch Lomond ist ein großer Produzent mit ca. 22 Millionen LPA pro Jahr. Neben den Single Malts werden Grain Whisky und Blended Whisky produziert. Marken wie Inchmoan, Craiglodge, Inchmurrin, Croftengea, Glen Douglas, Inchfad  gehören zu dem Unternehmen.

Einige der Teilnehmer des Flashblogs

LLSGFB Banner

Danke an Steve Rush von The Whisky Wire für diese Aktion! Und danke an Loch Lomond für die Probe!

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