Tasting: Ardbeg Blaaack CR

Es ist wieder soweit. Die nächste Abfüllung für das Ardbeg Comittee kommt im März auf den Markt und wird die Geister wieder scheiden. Das Ardbeg Committee wird 20 Jahre. Der Ardbeg Blaaack folgt auf den Drum (und den Supernova) aus dem letzten Jahr. Als überzeugter Ardbeg Fan freue ich mich darauf, den Blaaack schon vorab probieren zu dürfen. Gibt es etwas Besonderes zum 20-jährigen? Besser als der Drum und das Geld wert?

Im Überblick

  • Ardbeg, Blaaack, CR, 50.7%, Pinot-Noir Fässer

Der Ardbeg Blaaack CR wird ab dem 03.03.2020 im Onlineshop von Ardbeg für alle Mitglieder erhältlich sein.

Tasting Notes

Offizielle Notes

  • An der Nase: Britischer Fruchtpudding, dazu Zedernholz und der Duft einer Zigarrenbox. Eichenholztannine mit Trüffel folgen und enthüllen subtile Noten geräucherter Marmeladentörtchen. Mit einem Spritzer Wasser treten intensive Aromen von Bitterkirschen mit Würze zutage und wandeln sich hin zu einem herrlich duftenden Veilchenstrauß.
  • Am Gaumen: Ein samtweiches Mundgefühl treibt den Gaumen in eine komplexe Symphonie kontrastreicher Aromen. Anis, Ruß und Sommerfrüchte – wie Kirschen, Erdbeeren, Aprikosen und Birnen – ebnen den Weg zu Noten von Mürbteiggebäck, dunkler Schokolade, Kaffee und Mandeln.
  • Nachhall: Ein langanhaltendes, rauchig-rußiges Finish

Meine Notes

  • Nase: Der für Ardbeg typische Rauch mit neuem Leder. Da ist auch sofort die fruchtige Süße, die mitschwingt. Für mich erst mal sehr rund und ausgewogen. Anis, Aprikosen, Zitrusfrische und Tabaknoten. Kein Brennen an der Nase aber dafür ein homogenes Gesamtwerk an Aromen, die sich mit der Zeit verändern und mich an über dem Lagerfeuer gegrillte Aprikosen erinnern. Mit der Zeit meine ich eine Würzigkeit von Virgin Oak Fässern zu erahnen, die sich ein wenig hinter dem Rauch versteckt
  • Geschmack: Langsam breitet sich die Süße aus und wird dicht gefolgt von einer Pfeffernote. Leichtes Prickeln auf der Zungenspitze. Rauch und Aprikosen. Kirschen und reife Erdbeeren.
  • Abgang: Rauch und süße Früchte begleitet von Anis und etwas Menthol. Würzig. Der Rauch bleibt lange wahrnehmbar. Wie der bittere Nachgeschmack einer Zigarre liegt der auf der Zunge.
  • Wertung: +

Mein Bewertungsschema

Bewertet wurde(n) die Probe(n) nach folgendem einfachen Schema und rein auf Basis des persönlichen Geschmackes:

+gefällt mir, würde ich mir kaufen
ook/gefällt mir, muss ich aber nicht haben
trifft nicht meinen Geschmack

Was man bei einer Verkostung beachten sollte und wie ich dabei vorgehe findet Ihr übrigens hier: Whisky-Wissen für Einsteiger. Und: wenn ich einen Whisky zur Verkostung zur Verfügung gestellt bekomme, ändert dies nichts an meiner Bewertung. Ich versuche immer fair zu bewerten, sage aber auch, wenn der Whisky nicht meinen persönlichen Geschmack trifft.

Infos aus der Pressemitteilung

Der Name Blaaack und das Schaf auf der Flasche soll eine Hommage an die Schafe der Insel sein. Die Pinot-Noir Fässer kommen aus Neuseeland.

Dr. Bill Lumsden, Director of Distilling, Whisky Creation and Whisky Stocks bei Ardbeg sagt: „Ardbeg Blaaack vereint Noten eines britischen Fruchtpuddings mit Bitterkirschen, einer Schippe Ruß und dem Markenzeichen von Ardbeg, viel Rauch. Ein perfekter Dram, um auf unser legendäres Ardbeg Committee anzustoßen.

Mickey Heads, Committee-Chairman und Destillerie-Manager ergänzt: „In jedem entfernten Winkel der Erde findet sich inzwischen ein Mitglied des Ardbeg Committees. Wir sind sehr stolz auf den ultimativen Enthusiasmus unserer eingeschworenen Gemeinschaft.“ 

Und sonst noch? „Traditionell am letzten Samstag des Islay Musik und Malt Festivals, lädt Ardbeg zum Ardbeg Day, in diesem Jahr am 30. Mai 2020. Er steht ganz im Zeichen des schwarzen Schafes und des 20. Geburtstages des Ardbeg Committees. Zu diesem Zeitpunkt wird auch der allgemeine Release des Ardbeg Blaaacks erscheinen. Die Abfüllung wird bei allen Ardbeg Embassies, bei Whiskyspezialisten und im Onlinehandel erhältlich sein.“

Fazit

Der verändert sich sehr viel und das gefällt mir. Definitiv mehrdimensional und alles andere als langweilig. Im Grunde erinnert er mich aber einfach an einen guten (modernen) Ardbeg. Wer also Ardbeg mag, dem wird der Blaaack auch gefallen. Muss man darum einen Hype machen? Nein, muss man sicher nicht. Wenn man aber Ardbeg-Fan wie ich ist, dann freut man sich mal wieder auf eine etwas andere, runde und vielschichtige Sonderabfüllung für die Committee Mitglieder. Mir gefällt er besser als der Drum. Und zum Thema „Geld wert“: das muss jeder für sich selbst entscheiden. Die „tpyischen Ardbegnoten“ in Fassstärke bekommt man auch im Uigeadail und Corryvreckan. Ich werde ihn mir aber trotzdem kaufen, wenn ich eine Flasche abbekomme.

Danke an Ardbeg und Tobias Russ für die Probe!