Tasting: Amrut Greedy Angels, 8yo

Wie das Leben manchmal so spielt, habe ich ein Sample eines Amrut Whiskys bekommen, der bereits 2017 auf den Markt kam und natürlich regulär auch nicht mehr erhältlich ist. Schade, dass ich nicht früher auf den aufmerksam geworden bin.

Im Überblick

Aus der indischen Amrut Distillery stammt dieser ungewöhnliche Whisky, der aus unpeated indian barley und peated scottish barley hergestellt wurde.

  • Amrut Greedy Angels, 8yo, 2017, 50%, 1.350 Flaschen, ca. 300,- EUR

Zwischenzeitlich gibt es eine 10-jährige Ausgabe, die preislich noch höher liegt.

Meine Tasting Notes

  • Nase: Ungewöhnlich. Süß und fruchtig und doch ein wenig Torf. Das Sherryfass steuert die Fruchtnoten bei. Ein wenig Kakao und Schokolade kann ich entdecken und doch schwingt Torf mit. Sehr schmeichelhaft und kein stechender Alkohol.
  • Geschmack: Auch am Gaumen nur eine dezente, langsam aufkeimende Pfefferschärfe. Schöne süße Früchte wie Papaya und Ananas. 
  • Abgang: Hier kommt mit leichter Mentholnote der Ledersessel zum Vorschein. Dann ein wenig trocken und milde Würzigkeit. 
  • Wertung: +

Mein Bewertungsschema

Bewertet wurde(n) die Probe(n) nach folgendem einfachen Schema und rein auf Basis des persönlichen Geschmackes:

+gefällt mir, würde ich mir kaufen
ook/gefällt mir, muss ich aber nicht haben
trifft nicht meinen Geschmack

Was man bei einer Verkostung beachten sollte und wie ich dabei vorgehe findet Ihr übrigens hier: Whisky-Wissen für Einsteiger. Und: wenn ich einen Whisky zur Verkostung zur Verfügung gestellt bekomme, ändert dies nichts an meiner Bewertung. Ich versuche immer fair zu bewerten, sage aber auch, wenn der Whisky nicht meinen persönlichen Geschmack trifft.

Fazit

Ich bin sehr positiv überrascht. Den habe ich bisher nicht auf dem Zettel gehabt. Komplett ignoriert als er 2017 auf den Markt kam. Der Nachfolger ist 10 Jahre alt und liegt in der Preisklasse um 600,- EUR. Das ist er mir dann nicht wert, aber sehr gelungen. 

Ich bin nicht der Einzige, dem der gefällt, wenn man mal einen Blick auf die Whiskybase wirft.

Danke an Kirsch Whisky für die Probe!