Tasting: whics letzte Nymphe #2 – Secret Speyside

Die letzte Ausgabe für das Batch #2 der Nymphs of Whisky von whic ist ein Sherryfass gelagerter Speysider. Die Destillerie wird nicht verraten und ist mir auch nicht bekannt. Ich bin gespannt, denn auf dem Etikett stehen 64.1%. Ich durfte schon vorab probieren…

Im Überblick

Aus der Serie Nymphs of Whisky Collection #2:

  • whic, Secret Speyside, 14yo, 2005/2019, SC, Sherry Butt 8701, CS, ncf, nca, 64.1%, 318 Flaschen, UVP 99.90 EUR

ncf = no chill-filtration (keine Kältefiltration), nca = no color added (ohne Zusatz von Zuckerkulör), CS = Cask Strength (Fassstärke), SC = Single Cask (Einzelfass), UVP/RRP = unverbindliche Preisempfehlung

Ab jetzt bekommt man die Nymphe auch online.

Tasting Notes

  • Nase: Schöne kräftige Sherryaromen. Ein wenig vom Ledersessel und Tabak. Fast ein wenig ins säuerliche. Herbe Waldbeerenmarmelade und etwas von der Herrenmarmelade mit Orange ist auch dabei.
  • Geschmack: Oh. Ich dachte schon, ich habe mich bei der Prozentangabe verlesen. Ganz mild und sanft, aber dann kommt ganz langsam die Schärfe mit viel trockenem Sherry. Tabak. Orangen und Pfeffer. Entfernt schwingt da diese säuerliche Note mit, die mich an Balsamico erinnert. 
  • Abgang: Fast etwas Lakritz hinter dem weichen Sherry mit dezentem Menthol.
  • Wertung: o

Mein Bewertungsschema

Bewertet wurde(n) die Probe(n) nach folgendem einfachen Schema und rein auf Basis des persönlichen Geschmackes:

+gefällt mir, würde ich mir kaufen
ook/gefällt mir, muss ich aber nicht haben
trifft nicht meinen Geschmack

Was man bei einer Verkostung beachten sollte und wie ich dabei vorgehe findet Ihr übrigens hier: Whisky-Wissen für Einsteiger. Und: wenn ich einen Whisky zur Verkostung zur Verfügung gestellt bekomme, ändert dies nichts an meiner Bewertung. Ich versuche immer fair zu bewerten, sage aber auch, wenn der Whisky nicht meinen persönlichen Geschmack trifft.

Fazit

Ein sehr schöner, nicht zu süßer Sherryfass gelagerter Whisky. Die Brennerei wird nicht verraten, erinnert mich ein wenig an Glenfarclas, aber wer weiß. Am meisten fasziniert hat mich aber die Alkoholstärke, die weder an der Nase noch am Gaumen auch nur ansatzweise auf über 64% hingedeutet hat. Übrigens: in der Regel füllen die meisten Destillerien ihren New Make mit 63.5% ab und der Alkoholgehalt fällt pro Jahr zwischen 1-2%.

Danke an whic für die Probe!