Tasting: Murray McDavid Tomintoul 1967 Mission Gold

Ende letzten Jahres kam der unabhängige Abfüller Murray McDavid wieder zurück auf den deutschen Markt. Auf der HanseSpirit konnte ich am Stand von Whiskymax zwei aus der Reihe probieren und einen dritten habe ich mir mitgenommen: den Tomintoul.

Berichtet habe ich über die neuen Abfüllungen hier: Murray McDavid wieder in Deutschland erhältlich und auch die verschiedenen Serien vorgestellt. Vor allem die Mission Gold Serie ist sehr hochwertig aber auch sehr teuer. So habe ich die Messe genutzt, um doch ein Mal probieren zu können.

Vier aus der Mission Gold Serie waren am Stand von Whiskymax zu probieren.
Vier aus der Mission Gold Serie waren am Stand von Whiskymax zu probieren.

Sowohl der Bunnahabhain (1978, 36yo) wie auch der Bowmore (Chateau Latour Cask, 1989, 26yo) waren ein Traum. Der Tomintoul wurde gerade noch rechtzeitig abgefüllt, um noch Whisky genannt werden zu dürfen (40.1% als Fassstärke) und wollte nach den beiden anderen in Ruhe und mit Zeit genossen werden.

  • Tomintoul, 48yo, 1967, Mission Gold, 40.1%, 521 Flaschen, ca. 590.- EUR

First Fill Bourbon Barrel Nr. 150031 + 150032, non chill-filtered und ohne Zusatz von Zuckerkulör.

Tasting Notes

Originale Notes

  • Aroma: Verkohltes Holz, reichhaltige Vanille, warmes Toffee.
  • Geschmack: Reiche, sirupartige Orange, sanfter Karamellgeschmack, mit einem Hauch von Rauch.
  • Abgang: Feiner Rauch.

Meine Notes

  • Nase: Vielschichtige Vanille und Toffee, nach etwas Zeit ein wenig Pfeiffentabak. Dann ein wenig helle Trauben. Honig. Karamell. Pfeffer.
  • Geschmack: Honig-Süße, Litschi, ein wenig Ingwer von Karamell umhüllt. Sehr schönes Mundgefühl.
  • Abgang: Sanft und rund, Karamell und leichte Rauchnote. Nach einer langen süßen Note kommt ein wenig trockene Eiche. Aber sehr dezent.

Bereits an der Nase ist der sehr vielschichtig. Verändert sich immer wieder ein wenig. Ingesamt starke Vanillenote, aber da ist einiges mehr dabei. Mit Wasser muss man bei den knapp über 40% sehr vorsichtig rangehen, aber dann kommen ein wenig schärfere Noten, Gewürze und wieder die Tabaknote.

Ich habe noch nicht viele so alte Whiskys im Glas gehabt und bin positiv überrascht. Meine Preisklasse ist das aber nicht. Umso schöner, dass ich den trotzdem probieren durfte.

Vielen Dank an Anja und Michael von Whiskymax für die Proben.