Tasting: Ardbeg Blaaack – CR vs. GR

Es ist wieder soweit. Der Ardbeg Day steht vor der Tür und nun gibt es das „General Release“ (GR) des Ardbeg Blaaack mit 46% Alkohol und Umverpackung. Wie unterscheidet es sich geschmacklich vom Committee Release (CR)? Bisher hat mir eigentlich immer das CR besser gefallen. Wie ist das beim Blaaack?

Im Überblick

  • Ardbeg Blaaack, CR, 50.7%, Pinot-Noir Fässer, 118.- EUR
  • Ardbeg Blaaack, GR, 46%, Pinot-Noir Fässer, 110.- EUR

Da man den CR nur Online erhalten konnte, kam die Flasche 118.- EUR (110.- + 8.- EUR Versand). Der GR wird nach dem Ardbeg Day ab dem 02.06.2020 bei Ardbeg.com, bei allen Ardbeg Embassies und Whisky-Spezialisten erhältlich sein.

Tasting Notes – Ardbeg Blaaack CR

Offizielle Notes

  • An der Nase: Britischer Fruchtpudding, dazu Zedernholz und der Duft einer Zigarrenbox. Eichenholztannine mit Trüffel folgen und enthüllen subtile Noten geräucherter Marmeladentörtchen. Mit einem Spritzer Wasser treten intensive Aromen von Bitterkirschen mit Würze zutage und wandeln sich hin zu einem herrlich duftenden Veilchenstrauß.
  • Am Gaumen: Ein samtweiches Mundgefühl treibt den Gaumen in eine komplexe Symphonie kontrastreicher Aromen. Anis, Ruß und Sommerfrüchte – wie Kirschen, Erdbeeren, Aprikosen und Birnen – ebnen den Weg zu Noten von Mürbteiggebäck, dunkler Schokolade, Kaffee und Mandeln.
  • Nachhall: Ein langanhaltendes, rauchig-rußiges Finish

Meine Notes

Den habe ich bereits Ende Februar verkostet – Tasting: Ardbeg Blaaack CR

  • Nase: Der für Ardbeg typische Rauch mit neuem Leder. Da ist auch sofort die fruchtige Süße, die mitschwingt. Für mich erst mal sehr rund und ausgewogen. Anis, Aprikosen, Zitrusfrische und Tabaknoten. Kein Brennen an der Nase aber dafür ein homogenes Gesamtwerk an Aromen, die sich mit der Zeit verändern und mich an über dem Lagerfeuer gegrillte Aprikosen erinnern. Mit der Zeit meine ich eine Würzigkeit von Virgin Oak Fässern zu erahnen, die sich ein wenig hinter dem Rauch versteckt
  • Geschmack: Langsam breitet sich die Süße aus und wird dicht gefolgt von einer Pfeffernote. Leichtes Prickeln auf der Zungenspitze. Rauch und Aprikosen. Kirschen und reife Erdbeeren.
  • Abgang: Rauch und süße Früchte begleitet von Anis und etwas Menthol. Würzig. Der Rauch bleibt lange wahrnehmbar. Wie der bittere Nachgeschmack einer Zigarre liegt der auf der Zunge.
  • Wertung: +

Tasting Notes – Ardbeg Blaaack GR

Offizielle Notes

  • An der Nase: Britischer Fruchtpudding, dazu Zedernholz und der Duft einer Zigarrenbox. Eichenholztannine mit Trüffel folgen und enthüllen subtile Noten geräucherter Marmeladentörtchen. Mit einem Spritzer Wasser treten intensive Aromen von Bitterkirschen mit Würze zutage und wandeln sich hin zu einem herrlich duftenden Veilchenstrauß.
  • Am Gaumen: Ein samtweiches Mundgefühl treibt den Gaumen in eine komplexe Symphonie kontrastreicher Aromen. Anis, Ruß und Sommerfrüchte – wie Kirschen, Erdbeeren, Aprikosen und Birnen – ebnen den Weg zu Noten von Mürbteiggebäck, dunkler Schokolade, Kaffee und Mandeln.
  • Nachhall: Ein langanhaltendes, rauchig-rußiges Finish

Meine Notes

  • Nase: Der typische Ardbeg Rauch ist auch hier vorhanden. Insgesamt nicht so kräftig an der Nase im direkten Vergleich. Anis und Aprikosen sind ebenfalls vorhanden. Süße Fruchtnoten. 
  • Geschmack: Rauchig, süß und ein wenig Pfeffer auf der Zungenspitze. Die Früchte erinnern nun eher an reife Kirschen auf einem Mürbeteigboden (ja das habe ich gefunden bevor ich die offiziellen Notes gelesen habe). 
  • Abgang: Leichter als der CR. Wenig Leder und ein wenig Eichenwürze. Süße und Torf haben sich schön verbunden. 
  • Wertung: o

Mein Bewertungsschema

Bewertet wurde(n) die Probe(n) nach folgendem einfachen Schema und rein auf Basis des persönlichen Geschmackes:

+gefällt mir, würde ich mir kaufen
ook/gefällt mir, muss ich aber nicht haben
trifft nicht meinen Geschmack

Was man bei einer Verkostung beachten sollte und wie ich dabei vorgehe findet Ihr übrigens hier: Whisky-Wissen für Einsteiger. Und: wenn ich einen Whisky zur Verkostung zur Verfügung gestellt bekomme, ändert dies nichts an meiner Bewertung. Ich versuche immer fair zu bewerten, sage aber auch, wenn der Whisky nicht meinen persönlichen Geschmack trifft.

Fazit

Nun, auch dieses Mal ist es wieder so, dass mir der CR besser gefällt. Ich mag bei Ardbeg den kräftigen Touch und die knapp 51% stehen dem CR sehr gut! Wer Ardbeg mag und lieber in Trinkstärke genießt, dem wird auch der GR gefallen.

Danke an Ardbeg und Tobias Russ für die Probe!