NdW 15|18: Glenfarclas, Prometheus, Paul John, Nikka

Letzte Woche schon wurde eine neue Sonderabfüllung von Glenfarclas angekündigt: die Edition 22 „Thomas Reid“ von 1988. Der neue Prometheus 28yo ist seit 10.04. im Online-Verkauf und für 800.- EUR leider auch kein Schnäppchen. Von Paul John kommen zwei Einzelfassabfüllungen exklusiv für den deutschen Markt. Und der Nikka „From the Barrel“ wird neu verpackt (und gefühlt teurer).

  • Glenfarclas, Ed. No. 22 “Thomas Reid”, 1988, 46%, ncf, nca, 3.600 Flaschen, ca. 155.- EUR
  • Prometheus, 28yo, 53%, CS, 888 Flaschen, 699.- GBP (ca. 800.- EUR)
  • Paul John, Cask #2868, Indischer Single Malt, Unpeated, SC, CS, ncf, nca, 59.4%, 156 Flaschen, UVP 111,99 EUR
  • Paul John, Cask #4914, Indischer Single Malt, Peated, SC, CS, ncf, nca, 59.2%, 138 Flaschen, UVP 111,99 EUR
  • Nikka, From the Barrel, Blended Whisky, Japan, 51.4%, 0.5l, UVP 38,99 EUR

ncf = no chill-filtration (keine Kältefiltration), nca = no color added (ohne Zusatz von Zuckerkulör), CS = Cask Strength (Fassstärke), SC = Single Cask (Einzelfass)

Weitere Informationen und Tasting Notes

Glenfarclas

Aus der Pressemitteilung: „Die Glenfarclas Edition No. 22 Vintage 1988 ehrt dabei den schottischen Philosophen Thomas Reid und ist auf 3.600 Flaschen limitiert und einzeln nummeriert. Die Reifung erfolgte zu 100% in Oloroso Sherry Casks.

Rein rechnerisch wäre dies ein 30-jähriger Single Malt, aber wenn ich das richtig gesehen habe, wurden dazu keine Angaben gemacht. Angekündigt für Ende April.

Prometheus

Nun wurde die dritte Abfüllung des Prometheus angekündigt und steht online auch schon zum Verkauf. Wieder ein Jahr älter. Seine jüngeren „Brüder“ konnte ich probieren:

Der 26yo wurde 2016 für 599.- EUR und der 27yo für 649.- EUR auf der Messe verkauft (siehe Tasting-Artikel). Der 28yo hat vermutlich knapp 29 Jahre auf dem Buckel, da nach meinem Verständnis alle Prometheus aus der selben Charge kommen.

Aus der Pressemitteilung: „The sophisticated complexity of a legendary Speyside single malt whisky, matured in sherry casks and fired by the smoky power of peat. Only 888 individually numbered bottles have ever been made. Cask strength at 53% ABV.

Original Tasting Notes

  • Nose: Dried citrus fruits with fresh orange zest, red apple and pear. Hints of clove and marzipan, leading to sweet aniseed against a backdrop of biscuit caramel, toffee and warming spice.
  • Palate: Silky round mouthfeel with a hint of sweet malt, raisins and robust walnuts. Powerful savoury oak complements delicate dark fruits and caramelised plums.
  • Finish: Long, dry, wonderfully balanced delicate finish with hints of smoke and orange spice.

Paul John

Aus der Pressemitteilung: „Für den deutschen Markt sind in Kürze 156 Flaschen vom Paul John Single Cask-Unpeated Cask #2868 und 138 Flaschen vom Paul John Single Cask-Peated Cask #4914 erhältlich. Beide Fässer wurden in natürlicher Fassstärke, nicht gefärbt und ohne Kältefiltrierung abgefüllt. Fass #2868 wurde dabei mit ungetorftem Gerstenmalz und das Fass #4914 mit stark getorftem Malz produziert. Es handelt sich hierbei um zwei der ältesten Fässer aus der Brennerei in Goa. Bei der Auswahl der Fässer setzt das Unternehmen auf beste amerikanische Weißeiche, der Torf kommt hauptsächlich von der schottischen Insel Islay und die Gerste stammt zu 100% aus Indien, vom Fuße des Himalaya.

Original Tasting Notes – Paul John Single Cask Unpeated #2868

  • Farbe: Bernstein
  • Nase: Duftende Honignoten, dazu Aromen von karamellisiertem Pfirsich in Vanille-Creme mit feinen Gewürzen
  • Gaumen: Süß-würzige Geschmacksexplosion. Sehr dichte Aromen von würziger Eiche, Crème brûlée und geröstetem Malz. Die fruchtigen Noten der Nase sind komplett in Gewürze und Eiche eingebunden und erinnern an einen Gewürzkuchen mit getrockneten Früchten.
  • Abklang: Langanhaltend und trockener werdend. Feine Aromen von Eiche und Orangenschalen.

Original Tasting Notes – Paul John Single Cask Peated #4914

  • Farbe: Gold
  • Nase: Wow. Torfrauch, Lagerfeuer und eine saftige Süße. Reife, helle Früchte auf einem verkohlten Holzbrett.
  • Gaumen: Der erste Antritt ist süß und bringt eine Vielzahl von komplexen und dichten Aromen mit sich, welche sogleich den kompletten Mundraum einnehmen. Neben Karamell und Malz entfaltet sich eine intensive, aber reife Rauchigkeit und lässt die Lagerfeuer-Atmosphäre wieder aufleben. Würzige und süße Aromen fahren regelrecht Achterbahn im Mund.
  • Abklang: Der Abklang ist immer noch süß, aber trockener werdend. Das Ganze wird untermalt von einer nie aufdringlichen, aber sehr intensiven, warmen Torfigkeit. Ein Whisky für die Liebhaber komplexer und reifer Islay Whiskys.

Nikka from the Barrel

Aus der Pressemitteilung: „Ab Mai dieses Jahres präsentiert sich Nikka from the Barrel mit einer neuen Geschenkbox auffälliger, edler und raffinierter denn je. Das edle schwarze Design wird durch ein feines Muster verziert, welches als Relief hervorsticht und die Modernität, die das traditionsreiche Hause Nikka durchdringt, zum Ausdruck bringt. Das neue Design wird fortan die bisherige Geschenkbox dauerhaft ersetzen und lädt ein, diese einzigartige japanische Spezialität zu entdecken. Sie eignet sich hervorragend als Geschenk für Whisky-Liebhaber und für diejenigen, die es werden wollen. Intensiv, vollmundig, kräftig und kontrolliert – ein Schluck des kostbaren Nikka from the Barrel offenbart stets die Expertise der Nikka-Masterblender. Ein Blend aus Miyagikyo und Yoichi Single Malts mit einem außergewöhnlichen Grain Whisky charakterisiert diese Whisky-Spezialität. Durch das Design und das balancierte, kräftige Geschmacksprofil erinnert Nikka from the Barrel mit seinen 51,4% vol. an eine Fassprobe aus dem Lagerhaus. Ein außergewöhnlicher Whisky, dessen milder wie kräftiger Charakter auch in exzellenten Drinks zum Vorschein kommt.