Whisky oder Whiskey – wo kommt das „e“ her?

Schottischer Whisky wird ohne, irischer Whiskey mit „e“ geschrieben. Auch die amerikanischen Whiskeys haben fast ausschließlich dieses zusätzliche „e“. Aber warum ist das so bzw. wo kommt das her? Ich habe einen interessanten Artikel gefunden, der das ein wenig beleuchtet.

Im Überblick

Schottischer Whisky ist gesetzlich geschützt und muss einige Bedingungen erfüllen. Neben einer Lagerung von mindestens drei Jahren im Eichenfass und mindestens 40% Alkohol muss dieser auch in Schottland in die Flasche abgefüllt worden sein. Dann darf er sich auch Scotch Whisky nennen (und nicht Scotch Whiskey).

Das war aber nicht immer so. Archie McDiarmid hat für den Scotsman ein wenig Licht in die Geschichte gebracht.

Ein paar Hintergrundinfos aus dem Artikel:

  • Es gab beide Schreibweisen in Schottland und Irland
  • Im frühen 18.ten Jahrhundert bis Mitte des 19.ten Jahrhunderts wurde meist die Schreibweise Whisky benutzt. Bis auf Nordirland, das von schottisch-stämmigen Iren bewohnt war
  • Von Nord-Irland aus wurde die Schreibweise Whiskey wohl auch nach Amerika exportiert
  • Mit der Verbesserung der Continuous Still durch Aeneas Coffey wurde in Schottland viel günstiger Whisky produziert und die Iren als damaliger dominierender Whisky-Produzent wollten sich von diesem „billigen“ Whisky abgrenzen. Zur Verdeutlichung setzte man auf die Schreibweise mit „e“: Whiskey.
  • Die letzte irische Destillerie hat sich der Schreibweise 1960 angeschlossen: Paddy’s

Als Fazit bleibt festzuhalten, dass es auch bei dieses Thema mal wieder um Marketing geht.

Und hier findet Ihr den Artikel von Archie McDiarmid auf foodanddrink.scotsman.com (engl.).

Wenn Ihr mehr über die gesetzlichen Grundlagen zu Scotch Whisky wissen wollt, habe ich hier einige Informationen aufbereitet: Whisky-Wissen für Einsteiger.