Tasting: Laphroaig Lore vs. An Cuan Mor

Mein aktueller Lieblings-Laphroaig tritt gegen den neuen limitierten Lore an. Beides NAS, gleiche Stärke aber andere Zusammensetzung. Mein erster Eindruck vom Lore beim Launch-Event war noch nicht sehr positiv – mal sehen, wie es jetzt mit der zweiten Meinung aussieht.

  • Laphroaig Lore, 48%, ncf, ca. 97.- EUR
  • Laphroaig An Cuan Mòr, 48%, ncf, ca. 95.- EUR (offiziell nur im Travel Retail)

ncf = no chill-filtration (keine Kältefiltration)

Den An Cuan Mor stelle ich mir immer wieder gerne in den Schrank. Er gehört zu meinen Lieblingswhiskys. Und Laphroaig gehört zu meinen Lieblings-Destillerien (neben vielen anderen, u.a. auch die direkten Nachbarn Lagavulin und Ardbeg). Den Lore habe ich am Mittwoch probieren dürfen: Launch-Event THE RICHEST OF LAPHROAIG – Lore in Hamburg. Da hat er mir noch nicht so gefallen, aber das war keine faire Chance.

Mal sehen…

Tasting Notes Lore

Offizielle Notes

  • Farbe: dunkles Mahagoni
  • Aroma: reich-rauchig, mit Meeresmineralien und einem Anklang von Bitterschokolade, gefolgt von Vanille und salziger Karamell-Süße
  • Geschmack: reich-torfig, mit würziger Chili-Note
  • Abgang: trocken und lange süß im Abgang

Meine Notes

  • Nase: da ist der Rauch, auch das Salz und die Vanille, Chilli. Eine bessere Harmonie als beim letzten Mal, aber dieses Mal im richtigen Glas und mit mehr Zeit.
  • Geschmack: Kräftiger Torf, auch Salz und Chili.
  • Abgang: Der Torf-Rauch hält lange an. Die Vanille übernimmt den langen Abgang.

Tasting Notes An Cuan Mor

Offizielle Notes

  • COLOUR: Burnt Orange
  • NOSE: Starting with rich sweetness of figs, moving into a floral flavour of lavender and black pepper developing into sweet natural honey notes
  • BODY: An intense and profound depth
  • PALATE: Very peppery, spicy also liquorice root with a slight saltiness. Moving to gentle oak tannins, lovely orange peel and then a dry earthiness
  • FINISH: Lovely creamy walnuts enveloped by the very distinct Laphroaig peatiness that lasts and lasts

Meine Notes

  • Nase: Süße Nase, weniger Rauch aber immer noch ein richtiger Laphroaig. Ein wenig Mullbinden und Jod. Dann kommen blumige Aromen, auch Lavendel.
  • Geschmack: Süß und malzig. Chili und Pfeffer. Leichte Salznote und ein wenig Lakritz. Auch von der Orangenschale finde ich was. Sehr würzig.
  • Abgang: Die Süße ist im Rauch eingebunden und hält mit einem Hauch von Chili an.

Der An Cuan Mor ist dunkler als der Lore. Durch die europäischen Eichenfässer ist die Süße im Finish dazu gekommen. Auch finde ich ihn harmonischer, die verschiedenen Aromen sind gut miteinander verwoben. Die gehören alle zusammen. Der Lore ist besser als bei meinem ersten Versuch, aber ihm fehlt immer noch die Harmonie. Die versprochenen Aromen sind vorhanden und er schmeckt, aber ein wenig werden sich die Aromen nicht einig und verbinden sich nicht so harmonisch. Evtl. waren das zu viele verschiedene Fässer, die sich für meinen persönlichen Geschmack nicht so gut vertragen haben und keine rechte Harmonie eingehen wollten.

Fest steht: der Lore hat es nicht geschafft meinen Lieblings-Laphroaig abzulösen. And the winner is: An Cuan Mor.

Danke an Laphroaig für die Probe des Lore!