Tasting: Yula II – 21yo

In dem NdW39 (Neuerscheinungen der Woche, Kalenderwoche 39) habe ich den zweiten Yula bereits angekündigt. In der Zwischenzeit hat mich eine Probe erreicht und ich bin gespannt, was mich erwartet.

  • Yula, Chapter #2, 21yo, 52.3%, CS, ncf, nca, 150/900 Flaschen, ca. 145.- EUR (125.- GBP)

ncf = no chill-filtration (keine Kältefiltration), nca = no color added (ohne Zusatz von Zuckerkulör), CS = Cask Strength (Fassstärke)

Yula ist als Trilogie angekündigt. Der Yula I ist im Oktober 2015 erschienen. Der Alkoholgehalt ist in der Zwischenzeit von 52.6% auf 52.3% gefallen. Den ersten konnte ich leider nicht probieren, deshalb fehlt mir der direkte Vergleich. Beide sind BLENDED MALTS, d.h. es ist eine Mischung aus verschiedenen Single Malts.

Tasting Notes

Offizielle Notes

  • Nose: On the nose, catch an ozone clean style and sea spray with a later drift of gentle peat.
  • Palate: The palate carries a real sweet, butterscotch’d quality ahead of a gristy, charred wood, BBQ, ash and softly-sooted character.
  • Finish: Those tones are all as apparent on the finish, plus burnt, sweet toast, herbal cough-drops and the gentlest of phenols.

Meine Notes

  • Nase: Schöner minziger Rauch an der Nase. Küste. Sehr angenehm. Ein wenig Karamell taucht auf. Da ist noch mehr, aber ich kann es nicht in Worte fassen. Malzige Süße. Ingwer. Mit Wasser kommt etwas Menthol dazu.
  • Geschmack: Malzige Süße. Butter Fudge. Und dann BBQ. Ein wenig Frucht. Ananas. Mit Wasser etwas fruchtiger. Da ist ein Aroma, das ich nicht zuordnen kann. Staubige Litschi? Angenehm, aber sehr ungewöhnlich.
  • Abgang: Der sanfte Rauch hält lange an. Ein wenig verbrannter Toast. Mit Wasser hält sich auch hier die Litschi und geht über in Menthol und Eukalyptus.

Fazit

Das ist ein sehr schön gelungener Blended Malt. Douglas Laing hat mich mal wieder überzeugt, dass auch ein Blended Malt eine sehr interessante und komplexe Angelegenheit sein kann. Der Yula II ist sehr schön rund, mild und trotzdem torfig und komplex. Leider wird er wohl überwiegend von Sammlern gekauft, die auf die Trilogie als Sammelobjekt aus sind. Schade, denn der ist wirklich gelungen.

Danke an Douglas Laing für die Probe!